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20.12.2013

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Der Wettbewerb ist entschieden: coido architects aus Hamburg gewinnen den ersten Preis

Insgesamt 14 Preisrichter entschieden sich am Abend des 18. Dezembers einstimmig für den Entwurf des Hamburger Büros. Besonders die Mischung und Ergänzung von Altbauten und Neubestand überzeugten die Jury beim Betrachten der Entwurfsidee, die zudem nach Meinung der Experten auch die Vielfalt des Stadtteils Ottensen in gelungener Weise aufnimmt.

Nachdem im November drei der zehn Architekturbüros zur Konkretisierung ihrer Entwürfe aufgefordert wurden, hatten diese nun einige Wochen lang Zeit, um ihre Arbeiten zu vertiefen und daran zu feilen. Als Grundlage dienten ihnen die Anmerkungen und Überarbeitungsempfehlungen aus der ersten Jurysitzung.

Einstimmig wurde am 18. Dezember dem Entwurf des Hamburger Büros coido architects (Cordsen Ipach + Döll) der erste Preis zugesprochen: Die Entwurfsidee sieht einen Gewerbeschwerpunkt im Nordwesten des Gebiets vor und konzentriert Wohnungen im Süden, Osten und Westen. Im Inneren werden verschiedene Typen von Wohnen und Gewerbe realisiert. Der zentrale Platz ist als multifunktionale Fläche geplant, auf der Quartiersevents, Märkte und Veranstaltungen stattfinden können. Das Konzept bietet Raum für Wohnungen und Gewerbeflächen in den unterschiedlichsten Preis- und Marktsegmenten. Platz für verschiedenste Gewerbearten – von handwerklichen Betrieben bis hin zur Kreativwirtschaft – soll eine Umnutzung zweier bestehender Hallen ergänzt durch einen Neubau schaffen.

 
Siegerentwurf: coido architects

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Die Vielfalt des Stadtteils Ottensen prägt auch das neue Quartier: In Maßstab, Struktur und Nutzung bestimmt nicht das Gleichmaß das Bild sondern Varianz und Differenzierung. Die vorhandenen postindustriellen Strukturen werden dort wo es sinnvoll ist erhalten, teilweise in Ihrem Zustand belassen, teilweise hochwertig saniert und mit passenden Neubauten zu einem atmosphärischen, charakterstarken Städtebau verdichtet.

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2. Preis: LRW Architekten und Stadtplaner

 
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Das ehemalige Kolbenschmidt-Areal an der Friedensallee bietet in seiner heutigen Struktur ein besonderes Milieu für Gewerbe- und Kreativschaffende mit größerem Flächenbedarf bei gleichzeitiger Nähe zu anderen innerstädtischen Nutzungen. Der Entwurf stellt eine Neuinterpretation der Strukturen vor Ort dar und orientiert sich in seinen Themen und Typologien an der direkten Ottenser Nachbarschaft.

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3. Preis: studio NL-D
 
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Ein tragender Gedanke des Entwurfs ist unsere Überzeugung, dass die bestehende Gebäudesubstanz für die bildliche Prägung des Geländes, die besondere Athmosphäre und den Erhalt von bezahlbaren Arbeitsräumen notwendig ist. Die Gliederung der Fassade sowie die schmalen Stege und Höfe oder hofähnlichen Strukturen prägen den Ort und erinnern an die industrielle Vergangenheit Ottensens. Daher entscheiden wir uns für den Erhalt der Strukturen im hinteren Bereich des Geländes. Nach letzten Erkenntnissen ist der Erhalt der Hallen 1 bis 4 auszuschließen. Deshalb besetzen wir diesen Platz mit einem Neubau mit innovativem Wohnkonzept.

Weitere Infos zum Entwurf

 
Auf der Grundlage des prämierten Entwurfs wird das Bezirksamt Altona im Jahr 2014 ein Bebauungsplan­verfahren durchführen. Auf dem bisherigen Industriegelände werden parallel umfangreiche Maßnahmen zur Beseitigung von Altlasten aus seiner 150-jährigen industriellen Nutzung vorgenommen werden.

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