Geschichte

Bergbohrmaschinen, Kolben und ein Werksgelände in Wartestellung

Mehr als 100 Jahre lang war das Areal in der Friedensallee 128 von Werks- und Fabrikhallen bestimmt, entstanden in einer Zeit, in der Ottensen noch zu den zentralen Industriestandorten Hamburgs gehörte. Nun steht das Areal bereit für eine neue Entwicklung, die die Verbindung von Wohnen und Gewerbe in ein neues Zeitalter übersetzt.

Blick in die Druckgusshalle

Blick in die Druckgusshalle

Luftbild aus den 60er Jahren

Luftbild aus den 60er Jahren

Die ehemaligen Werkshallen und die verwinkelten Hinterhöfe erinnern noch heute an die industrielle Vergangenheit des Geländes. Auf dem knapp vier Hektar großen Areal war ursprünglich eine Gießerei angesiedelt. Von 1935 bis 2009 produzierte dort die Firma Kolbenschmidt. Zunächst wurden Kolben für Flug- und Schiffsmotoren hergestellt, in den 1980er Jahren spezialisierte sich das Unternehmen dann auf Pkw-Kolben und Kolbenbolzen. Das Gelände wurde über die Jahre fortlaufend erweitert und verfügt heute über sechs Hallen, ein viergeschossiges Verwaltungsgebäude, ein Kompressorhaus, ein Sozialgebäude sowie ein fünfgeschossiges Magazingebäude.

Bereits in den 1960er Jahren ging die Zahl an Industriebetrieben in Ottensen aufgrund von Verlagerungen sowie Insolvenzen vieler Fabriken deutlich zurück und der Stadtteil ist seitdem von einem Strukturwandel geprägt. Viele der historischen Fabrikgebäude bieten heute Platz für neue kreative Gewerbeformen wie die Zeisehallen, das Gaswerkgelände, der Phoenixhof oder das ehemalige Bahnkraftwerk Leverkusenstraße.