Der Ort

Zeit für eine neue Mischung

Im äußersten Norden Ottensens gelegen, zwischen dem ehemaligen Gaswerk-Gelände und der S-Bahn-Strecke S1 im Norden und dem Euler-Hermes-Gebäude im Westen, liegt das Areal der Friedensallee 128, ausgestattet mit zahlreichen Fabrikhallen und Verwaltungsgebäuden aus vergangenen Tagen.

Gebäudestruktur

Übersicht des Areals
Grafik: Büro Claussen-Seggelke

Foto: urbanista, Markus Ewald

Blick auf die Hallen 1 bis 4
Foto: urbanista, Markus Ewald

Blick auf das Euler Hermes Hochhaus
Foto: Rheinmetall Immobilien GmbH

Übersicht der Nutzungen in der Umgebung
Grafik: Büro Claussen-Seggelke

Nachdem die Fabrik für Pkw- und Kolbenbolzen „Kolbenschmidt“ als letzter Industriebetrieb auf dem Gelände im Jahr 2009 schließen musste, öffnete der Eigentümer das Areal für kreative, kulturelle und gewerbliche Zwischennutzungen. Kleine Betriebe aus verschiedenen Gewerben, wie Filmausstatter, ein Tonstudio, eine Motorradwerkstatt, eine Kaffeerösterei oder ein Getränkehandel, fanden hier nach kurzfristigen Kündigungen an anderen Standorten eine schnelle Alternative und wurden von den günstigen Mieten angezogen. Sie haben sich in einem gemeinsamen Verein organisiert, dem Kolbenhof e. V., um das Kleingewerbe auf dem Gelände auch weiterhin zu halten.

Die jahrzehntelange intensive industrielle Nutzung hat jedoch ihre Spuren hinterlassen: Boden und Bausubstanz sind teilweise mit Schadstoffen belastet, der künftige Instandhaltungsbedarf ist hoch und eine neue Entwicklung des Areals notwendig. Der städtebauliche Wettbewerb zum Gelände an der Friedensallee 128 sieht vor, auch weiterhin eine Bandbreite an gewerblichen Nutzungen zu erhalten. Ziel ist eine Nutzungsverteilung von Wohnen und Gewerbe. Damit eine dauerhafte Mischung verschiedener Nutzungen an diesem Standort funktioniert, muss jedoch sichergestellt werden, dass keine Konflikte mit den bereits bestehenden Nachbar- und auch den zukünftigen Wohngebäuden entstehen.

Das Umfeld

Das Umfeld des Geländes wird auf den ersten Blick vor allem durch das höchste Gebäude Altonas – das 21-geschossige Hochhaus der Euler Hermes Versicherung – geprägt, das mit seiner Größe und besonderen Form schon von Weitem ins Auge sticht. Ende der 70er Jahre erbaut, ist der weiße Riese mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen und so macht man sich derzeit zahlreiche Gedanken um seine Zukunft. Westlich an dieses Gelände anschließend befinden sich zahlreiche Wohngebäude, meist ausgestattet mit kleineren gewerblich Nutzungen in den Erdgeschossen, vom Restaurant bis zum kleinen Lebensmittelhändler. Nicht weit davon entfernt ist außerdem der S-Bahnhof Bahrenfeld sowie das Neubaugebiet rund um den Friesenweg.

Nördlich des ehemaligen Kolbenschmidt-Areals, jenseits der Bahntrasse der S1, erstreckt sich das Gelände des ehemaligen Gaswerks Bahrenfeld, das Ende 1990er Jahre umgenutzt wurde und heute zahlreiche Geschäfte, Büros, einen kleinen Park und Wohngebäude beherbergt.

Südlich und östlich der Friedensallee 128 finden sich zahlreiche Wohngebäude mit grün gestalteten Innenhöfen und kleineren grünen Wohnstraßen. Im unmittelbaren Osten des Gebiets ist außerdem der Gewerbebetrieb der Firma Schwarzkopf zu Hause. Kleine Handwerksbetriebe, eine Kita sowie Dienstleister und Lebensmittelgeschäfte in der Umgebung vervollständigen die Mischung eines typischen Wohnviertels in Ottensen. In direkter Nachbarschaft östlich der Zufahrt zum Gelände liegt ein zweigeschossiges, historisches Fabrikgebäude, das nach erfolgreicher Sanierung heute durch diverse Dienstleistungsbetriebe genutzt wird.

Einrichtungen im Umfeld des Geländes
Grafik: Büro Claussen-Seggelke