Ablauf

Phasen und Meilensteine der Projektwerkstatt

Das Gelände in der Friedensallee bietet die besondere Chance, die Vielfältigkeit und lebendige Mischung Ottensens weiter zu schreiben. Mit einem auf Transparenz und Dialog ausgerichteten Verfahren soll dabei möglichst umfassend über die Entwicklung des Geländes informiert und das lokale Wissen vor Ort eingebunden werden.

Grafik des Dialog-Ablaufs

Grafik des Dialog-Ablaufs

 

Um konkrete Entwurfsvorschläge für das Areal um die Friedensallee 128 zu erhalten, loben die Grundstückseigentümer gemeinsam mit dem Bezirk Altona ein transparentes städtebauliches Wettbewerbsverfahren aus. Hierzu werden zehn Architektenteams eingeladen, um aus den gegebenen Rahmenbedingungen Konzepte und Ideen zu entwickeln – insbesondere zur Verteilung und zur Verdichtung der Nutzungen.

1. Anstoß
Während der Erarbeitung der Entwürfe der Architektenteams können sich Interessierte im Internet über das Areal und die teilnehmenden Teams informieren und miteinander über das zukünftige Leben im Quartier ins Gespräch kommen. Dies soll den Architekten insbesondere dabei helfen, auf die drängenden Fragen zur Entwicklung des Areals zu reagieren. Ein Infostand im Einkaufszentrum Mercado in der Ottenser Hauptstraße wird den interessierten Bürgern zudem die Möglichkeit bieten, sich direkt vor Ort zu informieren und auszutauschen.

2. Zehn Entwürfe und Ihre Meinung
Sobald die Architekten ihre Entwürfe fertig gestellt haben, werden diese auf der Internetpräsenz vorgestellt – zum Anschauen, Kommentieren und zum Meinungsaustausch. Mit Ihrer Hilfe sollen dadurch erste Facetten der zehn Entwürfe herausgearbeitet werden. Auch in diesem Schritt besteht wieder an einem Tag direkt vor Ort in Ottensen die Gelegenheit zur Information und zum Gespräch. 
Alle Anmerkungen zu den Entwürfen und Hinweise zur Entwicklung des neuen Stadtquartiers werden selbstverständlich gesammelt, aufbereitet und veröffentlicht.

3. Gläserne Werkstatt
Danach ist es soweit: In einer „Gläsernen Werkstatt“ stellen die zehn Architektenteams ihre Entwürfe vor. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, den Architekten ihre Sicht der Entwürfe zu schildern und Fragen zu stellen. Gemeinsam  sollen so Interessenskonflikte der unterschiedlichen Nutzergruppen herausgearbeitet werden und kreative Ideen und Lösungsansätze erarbeitet werden. Alle bereits gesammelten Beiträge, Meinungen und Kommentare zu den Entwürfen und zum Areal dienen dabei als Grundlage und können gemeinsam weiter diskutiert werden.

4. Der erste Juryentscheid
Der Verlauf der „Gläsernen Werkstatt“ wird online dokumentiert und die Ergebnisse, Beiträge und Kommentare werden aufbereitet und veröffentlicht. Die Architektenteams haben die Gelegenheit, ihre Entwürfe auf Grundlage der ersten Einschätzung der Fachleute und der Bürgerkommentare zu überprüfen und sich Ansätze für die Überarbeitung zu überlegen. Diese Überarbeitungsansätze werden in der ersten Preisgerichtssitzung vorgestellt. Die teilnehmenden Teams haben in diesem Schritt die Möglichkeit, zu erklären, warum sie bestimmte Anmerkungen der Bürger, der Fachleute und Auslober umgesetzt haben oder warum nicht. Diese Ansätze und Erläuterungen fließen in den Preisgerichtsentscheid ein. Nach einer ersten Preisgerichtssitzung werden drei der zehn Büros zur Konkretisierung aufgefordert. Alle Details zum Preisgerichtsentscheid und eine ausführliche Begründung werden auf der Internetpräsenz veröffentlicht, um die Entscheidung so nachvollziehbar wie möglich zu machen. Hier werden auch Kommentare zu den einzelnen Entwürfen zu finden sein, die beispielsweise Fragen beantworten wie „Was ist hier besonders gut gelungen? Was nicht? Warum hat man sich für diese drei Entwürfe entschieden?“.

5. Konkretisierungsphase
Die drei ausgewählten Architektenteams haben dann die Möglichkeit, ihre Entwürfe mithilfe der Ergebnisse der „Gläsernen Werkstatt“ und des Online- und Vor-Ort-Dialoges zu überarbeiten. Im Internet werden noch einmal alle von den interessierten Bürgern und Jurymitgliedern genannten Facetten der einzelnen Entwürfe aufgelistet und die Besucher über den aktuellen Stand des Prozesses informiert.

6. Der zweite Juryentscheid
Nach der zweiten Preisgerichtssitzung und der Entscheidung für den Siegerentwurf wird auf der Internetpräsenz ein Bericht über die zweite Sitzung des Preisgerichts zu finden sein, mit einer ausführlichen Erläuterung, welche Gründe ausschlaggebend für die Entscheidung waren.